Manderfeld

Höhenmeter: ca. 540 m

Stand : 01.01.2017
Einwohnerzahl: 407
Anzahl Haushalte: 167

Die Ortschaft Manderfeld befindet sich im oberen Ourtal, eingebettet zwischen den Höhenzügen der Schneifel und des Losheimergrabens.

Als Zentraldorf der Altgemeinde Manderfeld ist der Ort umgeben von 17 Weilern und Dörfern.

Die schriftliche Ersterwähnung fand im Jahre 854 statt.

Am 10. Juli 854 trafen sich Kaiser Lothar I und der Prümer Abt Eigil in der Kaiserpfalz Manderfeld. An dem Tage unterzeichneten beide einen Vertrag, worin Kaiser Lothar der Prümer Abtei die Einkünfte des Dorfes Awans bei Lüttich im Hespengau vermachte.

Gleichzeitig wird Manderfeld damals schon als Luftkurort erwähnt, der Prümer Mönch Otler schreibt dazu: „...weil die gute Luft der Gegend der Gesundheit des Körpers zuträglich und förderlich ist....“

Die St. Lambertus-Pfarrkirche, die bereits im 14. Jahrhundert erwähnt wurde, wird zur Zeit renoviert und bald können dort die alten, reichgeschnitzten Altäre bewundert werden.

Neben der Kirche befindet sich ein Kreuzweg aus dem Jahre 1765. Es sind 13 Bildstöcke aus rotem Sandstein und die 14. Station endet in einer kleinen offen Kapelle, dem „Siebenschläferhäuschen“.

Im Jahre 2010 wurde die Kirche im Innenbereich neu restauriert.

Gotische Kirche aus der Mitte des 16. Jhdt. mit römischem Turm

rundherum ein Kreuzweg aus dem Jahre 1765

 

Das Renkeshaus neben der Kirche ist das älteste Haus der Ortschaft Manderfeld.

Das frühere Gemeindehaus und das Bahnhofsgebäude sind Relikte aus der Preussenzeit.

Der Bau des Krankenhauses, welches unter die Schutzherrschaft der hl. Elisabeth gestellt  wurde, begann 1908. Die Eifeldichterin Clara Viebig spendete den Erlös ihrer Novelle „Auf dem Rosengarten“ zu Gunsten des sich im Bau befindlichen Krankenhauses von Manderfeld. Neben seinem Hauptzweck als Krankenhaus mit Entbindungsstation, Kindergarten und Seniorenheim, wurde es im Laufe der Zeit auch zu mehreren anderen Zwecken genutzt.

Bei der neuerbauten „Clara-Viebig-Schule“ mit Kindergarten befindet sich ein wunderschön gestalteter Hollunderspielplatz.

Neben mehreren Geschäften, Bauern- und Handwerksbetrieben sowie 2 Hotel-Restaurants hat Manderfeld einen Arzt, einen Zahnarzt und eine Apotheke.

Derzeit zählt die Ortschaft Manderfeld 440 Einwohner.

Die gesamte Umgebung von Manderfeld ist ein hervorragendes Wandergebiet. Auf ca. 200 km ausgeschilderten Wegen werden die Wanderer durch Wälder und Felder, durch eine noch intakte Natur geführt. Jeder kommt hier auf seine Kosten. Über die Höhenwege mit ihren wunderschönen panoramischen Aussichten oder durch wild-romantische Täler, durch Wälder und Schluchten, für alle ist etwas dabei.

Nicht nur im Sommer ist Manderfeld ein Touristenziel, auch im Winter hat die Ortschaft wegen ihrer Höhenlage von 520 – 575 m viel zu bieten. Neben reizvollen Wanderungen durch die verschneite Umgebung kommen auch die Wintersportfreunde auf ihre Kosten. Mit dem Verleih von einigen Hundert Paar Langlaufski für grosse und kleine Läufer kann jeder sich auf den vorgespurten Loipen amüsieren.

Als besonderes Highlight bietet Manderfeld geführte Schneeschuhwanderungen querfeldein durch die winterliche, unberührte Natur.

 

Text: Agnes Maus-Metlen, Manderfeld

 

 

 

 

Manderfeld liegt unweit der deutschen Grenze und übt für das sogenannte "Treeschland" mit seinen 17 Weilern eine Zentrumsfunktion aus.

Der Begriff "Treeschland" (Trierer Land) stammt aus der frühen Neuzeit, als dieser Teil dem Erzbistum Trier unterstand.

In Manderfeld befindet sich die Clara Viebig Grundschule, die von den Kindern aus Manderfeld und Umgebung besucht wird.

An die Grundschule grenzt die Sporthalle, die als Mehrzweckhalle genutzt wird.

Auch auf kommerzieller Ebene ist Manderfeld gut ausgestattet.  Neben mehreren Geschäften und Handwerksbetrieben sowie zwei Hotel-Restaurants befinden sich in Manderfeld 2 Ärzte, ein Zahnarzt sowie eine Apotheke.

Bildquelle: BRF

 

Mitten im Ort steht das ehemalige Krankenhaus, dessen Bau maßgeblich durch die Eifeldichterin Clara Viebig unterstützt wurde. Durch eine professionelle Krankenversorgung sollte vor allem der weit verbreitete Typhus bekämpft werden.  Das Haus wurde 1909 eingeweiht.  Nach dem Vaterlandswechsel von 1920 diente es unter anderem als Irrenanstalt, Lazarett und Altenheim.  Heute ist es ein Zentrum für Asylbewerber.

 

 

Auch in Manderfeld finden über das Jahr verteilt verschiedene Feste statt. Eine eigene Kappensitzung am Freitag vor Karneval, ein Karnevalsumzug am Veilchendienstag, Kirmes und Discos beleben das Dorf.

Neben einem Junggesellenverein (JGV) verfügt der Ort auch über einen Junggesellinnenverein (Treesche Mädcher).