Hüllscheid

Höhenmeter: ca. 585 m

Stand : 01.01.2017
Einwohnerzahl: 34
Anzahl Haushalte: 17

"Hüll" bedeutet allgemein Hohlweg, Gasse.  Diese Deutung könnte bei Hüllscheid zutreffen.

Die erste urkundliche Erwähnung des Weilers fällt mit der Namensnennung eines Manderfelder Schöffen zusammen: Aus Hüllscheid kam im Jahre 1466 der Schöffe Kurt Johann.  Er trat als der Sprecher des Manderfelder Schöffenkollegiums auf.  Er ist es, der das manderfelder Weistum vorträgt und das Wort auf den "Geding" (Gericht) im Namen der übrigen Schöffen führt.

1498 gab es einen Hof "Hillscheid", den die beiden Brüder Dietrich und Ulrich von Manderscheid-Schleiden zusammen mit Tronbach aus den Händen des Trierer Erzbischofs Johann empfingen.

Bemerkenswert erscheint die Notiz von Dr. Q. Essers zu diesem geschichtlichen Tatbestand:
"... das Haus oder Gut Hülscheid, der Uranfang des Weilers Hülscheid, in alten Urkunden durchgängig Hillscheid geschrieben, gehört zu den ältesten Ansiedlungen der dortigen Gegend."

 

Quelle : Buch : 1150 Jahre Manderfeld

 

 

Bildquelle: Buch Chronik der Kapellengemeinde Merlscheid-Hüllscheid. Haus Heinskyll (Bild links) in der die Mühle war (Bild rechts)

Hüllscheid ist die quellnächste Siedlung an der Our.

 

Die Ortschaft zeichnet sich durch die Hüllscheider Mühle aus, die im Jahre 1800 erbaut wurde.

Über 150 Jahre konnten in der Mühle Korn gemahlen und Rapsöl hergestellt werden.  Außerdem diente die Mühle als Sägemühle.  1968 wurde der Mahlbetrieb eingestellt.